„Zwischen Himmel und Jurte“ ist eine kurzfilmische Dokumentation über das
Nomadentum in der Mongolei in der heutigen Zeit und stellt Moderne und Tradition
einander gegenüber. Meine Musik greift diesen Kontrast bewusst auf: Die (westliche)
Moderne wird durch orchestrale Klangsprache repräsentiert, während mongolische
Tradition über Pferdekopfgeige, Kehlkopfgesang und weitere typische Instrumente
hörbar wird. Dramaturgisch war mir wichtig, dass daraus kein „entweder oder“ entsteht
– sondern eine Entwicklung, in der beide Klangwelten zunehmend ineinandergreifen und
schließlich zu einem gemeinsamen Stück verschmelzen, genau wie die Doku am Ende
zeigt, dass Nomadenleben und moderne Welt nebeneinander existieren können. Für
den Score wurden Pferdekopfgeige, Kehlkopfgesang und weitere mongolische
Instrumente eigens aufgenommen und in die Produktion integriert.